SYMØN und Benjamin David Meyer aus Hamburg haben letzte Woche ihre neue EP „hʏtə, pt.2“ veröffentlicht, eine Session, die in er einer Hütte aufgenommen wurde.
Eine kleine Holzhütte mit Ofen, vollgepackt mit Instrumenten und Aufnahmeequipment, umgeben von Wald und Natur. Klingt gemütlich und romantisch — das erinnert ein bisschen an Bon Ivers Debütalbum „For Emma Forever Ago“, ist auf den ersten Blick aber nicht sonderlich neu.
Die Hamburger Musiker SYMØN und Benjamin David Meyer haben in solch einer Hütte jedoch so etwas wie ihre musikalische Oase und künstlerische Spielwiese gefunden. Einen Ort, an dem Songstrukturen, Songlängen und Grenzen für sie keine Rolle spielen, sondern nur das, was für die Musik wichtig ist.
Aus anfänglichem gemeinsamen Schreiben und Produzieren von Songs ist so die Idee der Session „hʏtə“ (Lautschrift für Hütte) entstanden. „hʏtə“ ist allerdings nicht nur ein Ort, sondern auch Ausgangspunkt einer Reise durch verschiedene Klangwelten und Genres, vollgepackt mit Überraschungen.
So startet „hʏtə, pt. 2“ mit einem Feature der US-Rapperin Nappy Nina, bevor „ʃneːʃɪçt“, getragen durch LoFi-Beats und Vocoderparts, in den Titel „naχt“ mündet, dessen düstere Aufmachung einen auch durch Technoclubs treiben könnte.
Im letzten Jahr wurde der erste Teil der Hütten-Session veröffentlicht. „hʏtə, pt. 2“ und macht eigentlich da weiter, wo der erste Teil endete. Der Einfluss der Natur und die Inspiration von allem, was um sie herum passiert, oder eben nicht, ist nicht nur in der Musik und in den Texten von SYMØN wahrnehmbar, sondern auch in Nebengeräuschen, wie dem Knarzen der Holzdielen, dem Singen der Vögel, aber auch in leisen Unterhaltungen hörbar.
Ab der ersten Minute kann man in die dreidimensionale, sphärische Soundwelt aus experimentellen und atmosphärischen Texturen eintauchen — eine 16-minütige Reise, in der alles ineinander fließt und Beats mit Pop- und Hip-Hop-Einflüssen auf melancholische und tiefgründige Texte treffen.
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